Camping Markkleeberg

Moin! Wenn du Bock auf Camping im Leipziger Neuseenland hast, aber die Standard-Tipps zum Wandern und Radfahren (was man ja gefühlt überall kann) getrost überspringen willst, dann ist Markkleeberg ein strategisch genialer Spot.

Hier kommt ein kompakter Überblick zum Campingplatz am Markkleeberger See (oft auch Neuseenland-Camping genannt) und was du in einem Radius von 20 Kilometern wirklich sehen solltest – jenseits der Turnschuh-Action.


Der Platz: Camping am Markkleeberger See (Auenhain)

Der Campingplatz liegt im Ortsteil Auenhain, direkt oberhalb des Sees. Es ist ein eher funktionaler, bodenständiger Platz ohne unnötigen Schnickschnack.

  • Lage: Top-Aussichtspunkt. Du stehst quasi auf einer Anhöhe über dem See, direkt neben dem Kanupark.
  • Vibe: Nüchtern und entspannt. Es gibt Stellplätze für Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte. Der Platz ist teilweise parzelliert, was ein bisschen Freiheit bei der Aufstellung lässt.
  • Besonderheit: Die Gaststätte „Neuseenland Stüb’l“ gehört dazu – dort gibt es Fleisch aus der eigenen Metzgerei.
  • Infrastruktur: Strom, Sanitäranlagen (einfach, aber vorhanden) und V+E für Wohnmobile sind da. Es wird aktuell viel in der direkten Nachbarschaft gebaut (Jugendherberge), also wunder dich nicht über ein bisschen Trubel drumherum.

Sightseeing: Kultur & Altstädte (20km Umkreis)

Markkleeberg ist im Grunde die südliche Verlängerung von Leipzig. Du hast hier die perfekte Mischung aus Industriekultur, monumentaler Geschichte und barockem Charme.

1. Völkerschlachtdenkmal (ca. 6 km)

Das ist kein „kleiner Ausflug“, das ist ein Pflichttermin. Eines der massivsten Denkmäler Europas.

  • Warum hin? Die Architektur ist schlichtweg erschlagend (im positiven Sinne). Du kannst mit dem Aufzug (oder vielen Treppen) bis zur oberen Galerie fahren. Der Blick über Leipzig und das Neuseenland ist unschlagbar.

2. Leipzig Altstadt (ca. 10 km)

Mit der S-Bahn oder dem Auto bist du in 15–20 Minuten im Zentrum. Leipzig hat keine klassisch „kleine“ Altstadt, sondern ein prachtvolles, kompaktes Zentrum mit historischen Passagen.

  • Mädler-Passage: Edler geht’s kaum. Hier findest du auch Auerbachs Keller (bekannt durch Goethe).
  • Altes Rathaus: Eines der schönsten Renaissance-Gebäude Deutschlands.
  • Nikolaikirche: Ein Ort der Zeitgeschichte (Montagsdemos), der innen durch seine pastellfarbenen „Palmensäulen“ völlig anders aussieht, als man es von einer Kirche erwartet.

3. Bergbau-Technik-Park (ca. 8 km)

Da du auf einem ehemaligen Tagebaugebiet campst, ist das hier der Realitätscheck.

  • Was gibt’s zu sehen? Zwei gigantische Original-Geräte (ein Schaufelradbagger und ein Absetzer), die zeigen, wie hier früher die Erde umgegraben wurde. Nüchterne, beeindruckende Technik-Geschichte zum Anfassen.

4. Schloss Güldengossa (ca. 5 km)

Ein kleiner Kontrast zum groben Bergbau. Ein schickes Barockschloss mit einer sehr gepflegten Parkanlage.

  • Insider: Heute ist dort das „Edelmetallzentrum Rethel“ ansässig. Man kann dort also nicht nur spazieren, sondern (theoretisch) auch Goldmünzen kaufen oder einfach den barocken Flair genießen.

5. Stadt Borna (ca. 20 km)

Wenn du eine echte, kleine sächsische Stadt abseits der Leipziger Hektik willst:

  • Emmauskirche: Eine kleine architektonische Sensation. Die Kirche stand ursprünglich in Heuersdorf und musste dem Tagebau weichen. Sie wurde 2007 als Ganzes auf einen Tieflader gepackt und 12 Kilometer nach Borna transportiert.

Ein kleiner Tipp für den Abend

Falls du keine Lust hast, weit zu fahren: Der Hafen Zöbigker am Cospudener See (direkt nebenan) bietet maritimes Flair. Man kann dort wunderbar in den Restaurants sitzen, Schiffe beobachten und den Sonnenuntergang über dem Wasser mitnehmen – ganz ohne Wanderschuhe.

Hier sind drei Cafés in historischen Passagen oder Gebäuden, die perfekt zum nüchternen Sightseeing passen:

1. Café Kandler (am Thomaskirchhof / Specks Hof)

Das Kandler ist eine Institution. Es gibt mehrere Filialen, aber die am Thomaskirchhof ist besonders urig.

  • Vibe: Klassisch, gediegen, fast ein bisschen wie in Wien.
  • Must-Eat: Die Leipziger Lerche. Das ist ein Mürbeteiggebäck mit Marzipan-Marmeladen-Füllung. Früher wurden hier echte Lerchen (Vögel) verspeist, heute ist es zum Glück nur noch süßes Gebäck.
  • Location: Direkt gegenüber der Thomaskirche, wo Bach gewirkt hat.

2. Mephisto Bar (in der Mädler-Passage)

Gehört zum berühmten Auerbachs Keller. Tagsüber ist es ein Café, abends eine Bar.

  • Vibe: Mystisch und edel. Die Passage selbst ist architektonisch das Highlight Leipzigs – Glasdach, Statuen und sehr viel Prunk.
  • Besonderheit: Perfekt für einen schnellen Espresso oder ein Stück Torte, während man die Leute beobachtet, die durch die luxuriöse Passage flanieren.

3. Café Riquet (Schuhmachergäßchen)

Das Gebäude erkennst du sofort an den zwei riesigen kupfernen Elefantenköpfen über dem Eingang.

  • Vibe: Exotisch-wilhelminisch. Das Haus wurde 1908 für die Schokoladenfabrik Riquet & Co. gebaut und ist eines der originellsten Gebäude der Innenstadt.
  • Interieur: Drinnen geht es sehr traditionell zu. Man fühlt sich ein bisschen in die Kolonialzeit zurückversetzt, aber ohne den kitschigen Beigeschmack. Der Kaffee ist hervorragend und die Tortenauswahl massiv.

Da hab ich noch einen Klassiker für dich, der perfekt in die Reihe passt, wenn du auf Geschichte und Architektur ohne viel Schnickschnack stehst:

Das Kaffeehaus „Zum Arabischen Coffe Baum“ (Kleine Fleischergasse)

Das ist nicht einfach nur ein Café, sondern eines der ältesten Kaffeehäuser Europas. Es ist seit 1711 in Betrieb.

  • Der Vibe: Hier saßen sie alle schon: Bach, Schumann, Goethe und sogar Napoleon. Es ist ein verwinkeltes, historisches Gebäude mit einer unglaublichen Aura. Die Einrichtung ist rustikal-altdeutsch, aber sehr authentisch.
  • Das Highlight: Über dem Portal findest du eine berühmte Skulptur aus der Barockzeit – ein Orientale, der einem Putto eine Schale Kaffee reicht. Das ist quasi das Wahrzeichen der Leipziger Kaffeekultur.
  • Wichtiger Hinweis: Das Haus wurde in den letzten Jahren aufwendig saniert. Es beherbergt normalerweise auch ein kostenloses Kaffeemuseum in den oberen Etagen, das extrem nüchtern und informativ die Geschichte der Kaffeebohne in Sachsen erklärt.

Mein Pro-Tipp für die Anreise aus Markkleeberg:

Wenn du keine Lust auf Parkplatzsuche in der Leipziger City hast (die ist nämlich nervig und teuer): Park dein Auto am P+R Parkplatz Völkerschlachtdenkmal. Von dort fährst du entspannt mit der Tram Linie 15 oder 2 direkt bis zum Augustusplatz. So verbindest du das Denkmal direkt mit dem Kaffeetrinken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

7 * 2 = ?
Reload

Please enter the characters shown in the CAPTCHA to verify that you are human.

Stromkosten reduzieren

Erst vergleichen - dann wechseln und 100e EURO sparen?

Stromanbieter vergleichen

Hohe monatliche Vorauszahlungen sind unangenehm

Eine Jahres-Abrechnung mit weiterer Nachzahlung sehr schlimm

>> Das muß nicht sein <<

komm aus den Puschen und mach einen Vergleich

Gilt auch für Gasbezieher