Camping Sokol Prag
Moin! Wenn du Bock auf Prag hast, aber keine Lust auf den Trubel in der Innenstadt, dann ist der Camping Sokol Praha im Stadtteil Dolní Počernice eine strategisch ziemlich schlaue Wahl.
Hier kommt der Check für den Platz und vor allem die Tipps für die Umgebung – ohne dass wir uns jetzt lange mit Wandern oder Radfahren aufhalten (das geht da zwar auch gut, aber wir wollen ja was sehen).
Der Platz: Camping Sokol Prag / Praha
Der Platz ist ein klassischer „Stadtrand-Platz“ – sehr gepflegt, gut organisiert und vor allem sicher.
- Die Anlage: Es ist ein 4-Sterne-Platz mit viel Grün. Die Parzellen sind vernünftig groß und oft durch Hecken getrennt, was für ein bisschen Privatsphäre sorgt.
- Vibe: Sehr international. Hier triffst du Camper aus ganz Europa, die alle das gleiche Ziel haben: Prag erkunden. Die Atmosphäre ist trotzdem ruhig und entspannt.
- Infrastruktur: Das Sanitärgebäude ist modern und sauber. Es gibt ein Restaurant am Platz, einen kleinen Laden und – sehr wichtig – einen Pool für die Abkühlung nach dem Pflastertreten in der City.
- Anbindung: Das ist der eigentliche Clou. In ca. 500–800 Metern Entfernung liegt der Bahnhof Dolní Počernice. Von dort bringt dich der Zug (S-Bahn-System) in gut 15 Minuten direkt zum Prager Hauptbahnhof (Praha hlavní nádraží) im Zentrum.
Sightseeing & Highlights (20km Umkreis)
Von Sokol aus bist du nicht nur schnell in der Goldenen Stadt, sondern hast auch ein paar andere Perlen im direkten Umkreis.
1. Prager Altstadt & Prager Burg (ca. 12–15 km)
Klar, das ist das Hauptziel. Wenn du im Zentrum bist, konzentrier dich auf das „Nüchterne“ jenseits der Touristenfallen:
- Karlsbrücke: Geh entweder ganz früh (vor 8 Uhr) oder spät abends hin. Die Statuen und die Architektur sind ohne die Menschenmassen viel beeindruckender.
- Prager Burg (Hradschin): Das größte geschlossene Burgareal der Welt. Der Veitsdom ist gotischer Wahnsinn in Stein gehauen.
- Jüdisches Viertel (Josefov): Eines der am besten erhaltenen historischen Viertel dieser Art in Europa.
2. Schloss und Park Dolní Počernice (direkt vor der Haustür)
Du musst den Stadtteil gar nicht verlassen, um Geschichte zu sehen.
- Das Areal: Direkt beim Campingplatz gibt es ein altes Schlossareal mit einem riesigen Park und einem Schlosssee.
- Tipp: In der alten Mühle („Počernický Pivovar“) gibt es eine eigene Brauerei. Sehr rustikal, sehr gut und man kann dort hervorragend draußen sitzen, ohne das Campingplatz-Feeling zu verlassen.
3. Altstadt von Brandýs nad Labem-Stará Boleslav (ca. 15 km)
Eine Doppelstadt an der Elbe, die oft übersehen wird.
- Schloss Brandýs: Ein Renaissance-Juwel, das früher die Lieblingsresidenz der Habsburger war.
- Stará Boleslav: Der älteste Wallfahrtsort Tschechiens. Hier wurde der heilige Wenzel ermordet. Die romanischen und barocken Kirchen dort sind architektonisch absolute Schwergewichte.
4. Průhonice Schloss & Botanischer Garten (ca. 16 km)
Das Schloss Průhonice sieht aus wie aus einem Disney-Film (Neorenaissance).
- Warum hin? Der Park gehört zum UNESCO-Welterbe. Es ist kein „Wanderpark“, sondern ein gestaltetes Gesamtkunstwerk. Besonders die Sichtachsen auf das Schloss sind genial für Fotos.
Kurzer Check für Prag-Neulinge
- Währung: In Tschechien zahlt man mit Kronen (CZK). Du kannst fast überall mit Karte zahlen, aber für den Zug oder kleine Kioske sind ein paar Münzen in der Tasche nie verkehrt.
- ÖPNV: Kauf dir für Prag am besten ein 24-Stunden- oder 72-Stunden-Ticket. Das gilt für Zug, Tram, Metro und Bus. Damit bist du maximal flexibel.
- Essen: Probier abseits der Tourimeilen „Svíčková“ (Rinderbraten in Sahnesauce) – das ist das tschechische Nationalheiligtum auf dem Teller.
Für Oldies gibt es kostenlose Bus- und Straßenbahnfahrten. Nach Prag zahlt man lediglich für die Eisenbahn. Haben wir ständig genutzt. Bus zum Bahnhof und dann per Zug nach Prag Bahnhof in der City.

